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Cuno Amiet, René Auberjonois, Max Buri, Ernst Egger, Giovanni Giacometti, Sigismund Righini, Albert Trachsel, Oskar Tröndle und Félix Vallotton
Das Kunstmuseum Solothurn besitzt eine der schönsten Jugendstilsammlungen der Schweiz. Derzeit ist im grössten Oberlichtsaal des Ersten Stockes ein Teil der rund 40 Gemälde umfassenden Werkgruppe von Ferdinand Hodler zu sehen; bei der derzeitigen Hodler-Retrospektive im Musée d'Orsay Paris ist unser Museum mit sieben hochkarätigen Exponaten denn auch einer der wichtigsten Leihgeber. Seit Jahren hat sich unser Haus auch mit Ausstellungen für die Vermittlung von Jugendstil und früher Moderne einen Namen geschaffen. Erinnert sei etwa an die vom Kunstmuseum Solothurn initiierte Ausstellung Um 1900. Symbolismus und Jugendstil in der Schweizer Malerei (2000), an Sigismund Righini. Ein Maler zwischen Jugendstil und Moderne (2003/04) sowie an die ersten grösseren Präsentationen der Arbeiten auf Papier von Cuno Amiet (2005) und Giovanni Giacometti (2006/07). Die Ausstellung über den Genfer Jugendstil-Maler Alexandre Perrier setzt diese Traditionslinie im Spätsommer dieses Jahres fort.
Quasi als Ouvertüre zur Perrier-Ausstellung zeigen wir nun unter dem Titel Renforcer ses forces. Jugendstil und frühe Moderne aus der Sammlung des Kunstmuseums Solothurn einen Querschnitt aus den graphischen Beständen. Diese werden durch selten ausgestellte kleinformatige Ölbilder ergänzt. Der jetzige Zeitpunkt für eine Präsentation unseres Sammlungsschwerpunktes Jugendstil und frühe Moderne ist durch einen weiteren Grund motiviert: Durch Schenkungen und Dauerleihgaben sind gerade die Bestände an Werken aus der Zeit zwischen 1895-1915 in besonderer Weise gewachsen. Bemerkenswert ist die Schenkung von Blättern Giovanni Giacomettis, die uns anlässlich unserer Giacometti-Ausstellung von Bruno und Odette Goacometti übergeben wurden, sowie die Dauerleihgabe aus dem Nachlass von Oskar Tröndle, die vor allem kleinformatige Landschaften umfasst. Von demselben Solothurner Jugendstil-Vertreter konnte schon vor einigen Jahren eine hochkarätige Werkgruppe von Aquarellen erworben werden. Tröndles Linolschnitte treffen in der Ausstellung auf Amiets Holzschnitte; die beiden Werkgruppen aus der Zeit kurz nach 1900 sind in ihrer formalen Schlichtheit und inhaltlichen Dichte von ungemeiner Frische. Einen weiteren Höhepunkt bilden die Landschaftsaquarelle von Albert Trachsel, die auf seinen ausgedehnten Wanderungen durch die Schweiz entstanden und auch in den Besitz seiner Solothurner Sammler gelangten, bei denen sich der Künstler wochenlang erholen durfte.
Zu den ausgestellten Ölbildern gehören zwei kleinformatige Werke von Auberjonois und Vallotton, die uns kürzlich als Dauerleihgaben übergeben wurden, sowie ein Pfirsich-Stillleben von Sigismund Righini, das 2007 an einer Auktion erworben werden konnte und mit den bisherigen beiden Bildern eine reizvolle Gruppe bildet. Daran zeigt sich in schönster Weise die Umsetzung unserer langjährigen Sammlungs-Devise Renforcer ses forces.
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