Isabelle Krieg: ALL TAG

04.05.2019 – 28.07.2019
Parterre Ost

Im Werk von Isabelle Krieg (*1971 in Fribourg) geschieht Wunderbares: Katzenknochen tanzen als Mobile im Raum, der Kaffeesatz leergetrunkener Tassen zeigt Porträts von Politikern, auf dem Kopf fotografierte Deckenlampen werden zu «tapferen Blumen». Mit ihrem poetisch-humorvollen Blick auf den Alltag lenkt die Künstlerin unsere Wahrnehmung in unerwartete Richtungen und nutzt das künstlerische Potenzial ganz normaler Gegenstände. Das Werk bezieht sich auch auf politische Themen. Deren gesellschaftliche Brisanz bleibt jedoch nie alleiniger Inhalt, vielmehr werden sie von Isabelle Krieg in ihre wundersame Bildwelt integriert.

Von Urs Graf bis Roman Signer

Meisterwerke der graphischen Sammlung des Kunstmuseums Solothurn

04.05.2019 – 07.07.2019
Graphisches Kabinett

Die Präsentation im Graphischen Kabinett versammelt wie die parallel konzipierte Ausstellung «Kleine Stadt – Grosse Meister» eine Auswahl von Meisterwerken bedeutender Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Epochen. Dem Ausstellungsort angepasst, stehen in der Ausstellung «Von Urs Graf bis Roman Signer» Arbeiten auf Papier im Zentrum.

Kleine Stadt – Grosse Meister

Höhepunkte der Sammlung des Kunstmuseums Solothurn

04.05.2019 – 05.01.2020
Sammlungssäle, Erster Stock

Amiet, Braque, Cézanne, Degas, Giacometti, Hodler, Klimt, Léger, Oppenheim, Picasso, Roth, Signer, Tinguely, Vallotton, Wolf, Zäch: Fast alle Buchstaben des Alphabets sind in der Sammlung des Kunstmuseums Solothurn mit bekannten Namen vertreten. In der Sammlungspräsentation «Kleine Stadt – Grosse Meister» geben sich national und international bedeutende Werke aus den Beständen des Kunstmuseums Solothurn ein Stelldichein. Viele Meisterstücke stammen aus der Dübi-Müller-Stiftung und der Josef-Müller-Stiftung, die dem Museum der kleinen Stadt Solothurn zu grossem Ruf verholfen haben.

Fortsetzung folgt

Geschichten aus der Sammlung des Kunstvereins Solothurn

20.07.2019 – 06.10.2019
Graphisches Kabinett

Die Ausstellung des Kunstvereins Solothurn rückt die Historie seiner Sammlung, die im Kunstmuseum Solothurn untergebracht ist, in den Fokus. Drei Kapitel der Sammlungsentwicklung präsentieren sich in den Räumen des Grafischen Kabinetts, wichtige Ereignisse werden in einem Zeitstrahl visualisiert.
Das Thema des ersten Raumes bilden die Gründungsjahre und deren Protagonisten. Der junge Kunstverein sammelte ohne System, er nahm entgegen, was Private ihm schenkten. Eine Zäsur bildete das Jahr 1879, als der Verein seine Sammlung der Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn abtreten musste. Der zweite Raum zeigt ausgewählte Werke, die ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre Eingang in die neue Sammlung fanden. Zunehmend wurden Künstlerinnen und Künstler mit einem Bezug zu Solothurn berücksichtigt. Der dritte Raum stellt die Ankäufe der letzten zehn Jahre vor. Mit der Ausstellung und einem umfangreichen Programm sollen die Sammlungsstrategie überprüft und neue Impulse für die Zukunft gewonnen werden.

Otto Lehmann: Noli me tangere

17.08.2019 – 03.11.2019
Parterre Ost

Der im Kanton Luzern lebende Künstler Otto Lehmann (*1943) ist eng mit seiner Heimatstadt Solothurn verbunden, wo ihm bereits 2001 eine Einzelausstellung im Kunstmuseum gewidmet war. Nun motivieren neue ausdrucksstarke Zeichnungen eine zweite Präsentation. Die 2015 einsetzenden Serien Noli me tangere, die der Ausstellung ihren Namen geben, werden in den Kontext früherer Werke gestellt. Zu diesen gehören auch Blätter der 1980er Jahre, als Otto Lehmann zu einem bekannten Vertreter der „Neuen Wilden“ wurde. Bis heute fasziniert seine Kunst durch ihre grosse, an die Art Brut erinnernde Intensität.
„Rühr-mich-nicht-an“ besagt der lateinische Titel, der auch als Bibelstelle oder Pflanzen-Art bekannt ist. Nach der Betroffenheit durch die Diagnose einer Krankheit wurden die unablässige Arbeit an den Serien und ihr sprechender Titel für den Künstler zur Beschwörung. Die Materialität und Leuchtkraft der Blätter lässt die Kräfte ermessen, die bei der direkten Konfrontation mit dem Krankheitsbild frei werden. Die organischen Formen der Zeichnungen sind inspiriert vom Blick durchs Mikroskop, der das Wachsen oder Bannen der Krankheit feststellt.

Albert Anker. Zeichnungen und Aquarelle

26.10.2019 – 16.02.2020
Graphisches Kabinett

Das Kunstmuseum Solothurn widmet sich regelmässig der Vermittlung bedeutender Schweizer Zeichnerinnen und Zeichner. Nach Ausstellungen über Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Otto Morach, Sophie Taeuber-Arp und Félix Vallotton wird mit Albert Anker (1831–1910) einer der grössten Schweizer Zeichner und Aquarellisten des 19. Jahrhunderts präsentiert. Wurden die Gemälde des beliebten Realisten bereits in vielen Ausstellungen gewürdigt, handelt es sich bei der musealen Präsentation seiner Arbeiten auf Papier um einen Primeur.
Wie kein anderer Künstler wurde Anker für die detailreiche und liebevolle Darstellung des bäuerlichen Lebens und seiner Menschen bekannt. Die Ausstellung ermöglicht einen chronologischen Gang durch Ankers Leben und Schaffen. Den präzisen Zeichnungen des klassizistischen Frühwerks folgen die malerischen Blätter in Tusche und Wasserfarbe. Skizzenbücher mit stimmungsvollen Landschaften reflektieren Ankers Reisetätigkeit, Studienblätter seine Tätigkeit als Illustrator und Fayence-Maler. Im Zentrum aber stehen seine eigenständigen Blätter: Virtuos erfasste Bildnisse, zumeist von Kindern und Greisen, denen er sich gegen Ende seines Lebens fast ausschliesslich zuwendet.

Giacomo Santiago Rogado

Werke 2016 bis 2019

23.11.2019 – 16.02.2020
Ganzes Parterre

Der in Berlin lebende Luzerner Künstler Giacomo Santiago Rogado (*1979) hat im Bereich der Malerei neue Wege gefunden. Mit seinen Gemälden, die mehrmals in musealen Einzelausstellungen gezeigt wurden, hat er früh nationale Bekanntheit erlangt. Nach seiner Ausstellung im Helmhaus Zürich, 2014, ermöglicht das Kunstmuseum Solothurn eine Übersicht neuer Werke, die neben Bildern auch Arbeiten auf Papier, Skulpturen und Installationen einschliesst. Die Verbindung von Licht und Farbe zieht sich leitmotivisch durch das Schaffen und tritt bei allen Medien auf.
Die Qualität und Wirkung von Rogados Kunst verdankt sich dem experimentellen Willen, neue Techniken des Farbauftrags zu erproben. Neben herkömmlichen Pinseln kommen Farb-Bäder, Schablonen oder chemische Stoffe zum Einsatz, mit denen sich erstaunliche Effekte erzielen lassen. Oft kommt es auch zu einer Fortsetzung des malerischen Trompe-l’oeil, bei dem Schein und Sein kaum mehr zu unterscheiden sind. Dazu gehört auch, dass die Werke zeitgenössische Möglichkeiten elektronischer Bildbearbeitung suggerieren, aber doch stets von Hand ausgeführt sind. Diese fruchtbare Spannung zeigt sich auch beim Zusammenführen von stilistischen Gegensätzen zwischen Geometrie und Zufall.