Christoph Rütimann

Die Linie im Kopf

23.01.2016 – 03.04.2016
Ganzes Parterre und Sammlungssäle im ersten Stock

Christoph Rütimann (*1955) gehört zu den bedeutendsten Schweizer Künstlern der Gegenwart. Er ist mit Performance und Installation ebenso hervorgetreten wie mit Video, Skulptur, Malerei und Zeichnung. 1993 vertrat er die Schweiz an der Biennale in Venedig.
Grosse Einzelausstellungen fanden 2007/08 im Kunstmuseum Bonn, im Kunstmuseum St. Gallen und im Kunstmuseum Thurgau sowie 2012 im Kunsthaus Zug statt.
Das Kunstmuseum Solothurn zeigt nun einen breiten Überblick seines zeichnerischen Werks, von 1986 bis heute, in dem sich ganz unterschiedliche Ausdrucksweisen begegnen. Gezeigt werden aber auch Skulpturen und Filme, in denen die Linie als Raumzeichnung auftritt. Berühmt sind Christoph Rütimanns Handlauf-Videos, in denen der Künstler die Kamera über Geländer oder Handläufe führt. Die filmischen Wanderungen können in der Ausstellung auf Bildschirmen verfolgt werden, die auf Bauabschrankungen und Stangen montiert sind.
Eine weitere Arbeit befindet sich im ersten Stock: Mit der Grossen Linie (1989/2015) reagiert der Künstler auf die Sammlung. Als «fil noir» zieht sich eine schwarze Tuschelinie, verteilt auf eine Vielzahl unterschiedlich breiter Holzrahmen, in rhythmischer Abfolge durch die Sammlungsräume. Die Linie wird zur Horizontlinie und verbindet die ganz unterschiedlichen Bildmotive.