© ProLitteris, Zürich

Alexander Hahn *1954
Stonehenge, 2002

1-Kanal-Video auf Plasmamonitor, Farbe, Ton Stereo über externen Lautsprecher, 10'30", NTSC, 16:9, Edition 2/5
63.5 × 104 × 14.5 cm
A 2007.7
Schenkung des Künstlers, 2007

Die Szenerie mit Steintisch-Arrangement erinnert an ein Stillleben. Während die Kamera darauf fokussiert, ist keine nennenswerte Handlung zu erkennen – nur vereinzelt fährt ein Auto vorbei. Auffallend ist jedoch die Farbigkeit, die sich nach und nach in schimmernde, phosphoreszierende Töne verwandelt. Zusammen mit dem Rauschen im Hintergrund entsteht so der Eindruck einer zeitlichen und räumlichen Entrückung. Verweist der Titel «Stonehenge» auf den mystischen Ort frühzeitlicher Lichterscheinungen, enttarnt sich das gewählte Filmsetting trotz antiker Sitzbankimitation schnell als eine einfach gehaltene Raststätte entlang des amerikanischen Highways. Alexander Hahns Arbeit ist in der surrealistischen Bildtradition zu verorten, die das bewusst absurde Aufeinandertreffen unterschiedlicher Stimmungen und Motive thematisiert.



Katrin Sperry