Albert Trachsel (1863-1929): Eine Retrospektive

24.10.2020 – 07.02.2021
Kunstmuseum Solothurn, Sammlungssäle 1. Stock

Der Genfer Maler, Zeichner und Aquarellist Albert Trachsel (1863–1929) zählt zu den wichtigsten Schweizer Künstlern des Symbolismus und der Moderne. Vorerst studiert er aber Architektur. Diese Disziplin und ihre Techniken verbinden sich später mit einer Faszination für die bildende Kunst: Er reist nach Paris, wo er 1892 am ersten Rosenkreuzer-Salon seine Fêtes réelles ausstellt, auf Papier gezeichnete Fantasiearchitekturen. Auch Ferdinand Hodler und Félix Vallotton präsentieren dort ihre Arbeiten. 1901 kehrt Trachsel nach Genf zurück. Nach 1902 entsteht sein symbolistisches Hauptwerk: Von 1905–1914 widmet er sich seinen Traumlandschaften. Auffallend ist seine ungewöhnliche Palette.

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WIRD VERSCHOBEN: Fritz Baumann, Johanna Fülscher, Otto Morach

Ein künstlerischer Austausch. Arbeiten auf Papier

23.01.2021 – 05.04.2021
Kunstmuseum Solothurn, Graphisches Kabinett

Die Ausstellung wird um einige Wochen verschoben, soll aber in geplanter Länge stattfinden. Weitere Informationen folgen. Besten Dank für Ihr Verständnis.

Die bereits für 2020 angekündigte Ausstellung zur Künstlerfreundschaft zwischen dem Solothurner Otto Morach (1887–1973) und dem Basler Fritz Cäsar Baumann (1886–1942) findet mit dem Einbezug von Werken der Zürcher Künstlerin Johanna Fülscher (1893–1978) eine Ergänzung. Zusammen mit ihren Kollegen gehörte sie der 1918 gegründeten Basler Künstlergruppe Das neue Leben (1918–20) an. Aus derselben Zeit stammt ein Wechsel illustrierter Postkarten, die sie mit Otto Morach austauschte. Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine wertvolle Schenkung von Baumanns Holzschnitten und Radierungen, die uns Hugo Stüdeli, Morachs Neffe und Nachlassverwalter, 2019 übergeben hat. Be­reits 2017 durften wir vom selben Gönner ein grosses Konvolut von Morach-Zeichnungen entgegen­nehmen. Baumanns Holzschnitte der Jahre 1912–14 und Morachs Kohlezeichnungen von 1915–18, die im Zentrum der Präsentation stehen, gehören zu den eindrucksvollsten Werken der frühen Mo­derne in der Schweiz.Der Hauptteil der Exponate stammt aus den Jahren 1910 bis 1920, als Morach und Baumann ihre Künstlerfreundschaft am intensivsten pflegten. Zeitlich passt auch der erwähnte Postkartenwechsel zwischen Morach und Fülscher dazu, der 1918/19 erfolgte. Ergänzt wird er durch wenige Arbeiten auf Papier, die die Künstlerin in den 1910er Jahren schuf. Sie spiegeln die Kenntnis von Werken des Blauen Reiters, denen sie während eines damaligen Studienaufenthaltes in München begegnete. Dar­über hinaus wird aber auch eine Auswahl von Blättern früherer Schaffensjahre gezeigt, dazu gehö­ren etwa symbolistische Radierun­gen, die Baumann unter dem Eindruck von Ferdinand Hodler (1853–1918) bereits etwas früher geschaf­fen hat. Die geistigen Inhalte der Jahrhundertwende, die auch in Morachs Holzschnitten nachwir­ken, wandeln sich in Baumanns futuristischen Licht-Inszenierungen zu einer dynamischen Feier urbaner Modernität. Neben den Arbeiten auf Papier wird eine konzise Auswahl direkt korres­pondie­render Ölbilder der beiden Künstler gezeigt.

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WIRD VERSCHOBEN: Claudio Moser: Gegen Osten

Werke von 1995 bis 2020

23.01.2021 – 11.04.2021
Kunstmuseum Solothurn, Ganzes Parterre

Die Ausstellung wird um einige Wochen verschoben, soll aber in geplanter Länge stattfinden. Weitere Informationen folgen. Besten Dank für Ihr Verständnis.

Claudio Moser (*1959 in Aarau) gehört zu den bedeutendsten Schweizer Künstlern seiner Genera­tion, dessen Schaffen früh entdeckt wurde. Das Kunstmuseum Solothurn, wo Claudio Moser bereits 1998 in der thematischen Ausstellung «Die Schärfe der Unschärfe» vertreten war, ermöglicht nun mit einer breiten Werkauswahl aus 25 Schaffensjahren einen retrospektiven Überblick. Neben einer reichen Zahl von Fotografien, mit denen der Künstler bekannt geworden ist, sind auch Filme sowie Skulpturen und Malereien zu sehen.
Claudio Moser geht nicht nur als Fotograf, sondern auch als ausstellender Künstler bewusst und differenziert mit dem Raum und seinen Stimmungen um. Für die sieben Parterre-Räume des Kunst­museums Solothurn hat er einen atmosphärischen Parcours angelegt, der von den architektoni­schen Gegebenheiten ausgeht. So nutzt er die nach dem Museumsumbau von 1980 verschlossene Abfolge von Fenstern für die Hängung grossformatiger Fotografien, die an den Aussenwänden des Erdgeschosses als Leitmotive auftreten und den Takt angeben. Dieser visuelle Faden der Fotografie, der sich durch die ganze Ausstellung zieht, ermöglicht die Platzierung ganz anderer Werke auf den Gegenwänden. So finden sich bereits im ersten Saal Malereien auf Papier, die sich über zwei weitere Säle fortziehen. Auch hier hat Claudio Moser an einen visuellen Zusammenhalt gedacht, befinden sich die grossformatigen Blätter doch an farbigen Wänden, die er über drei Säle miteinander ver­bindet.

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WIRD VERSCHOBEN: Krieg und (falscher) Frieden

Aus der Sammlung: Schweizer Kunst der Kriegsjahre 1939-1945

27.02.2021 – 13.06.2021
Kunstmuseum Solothurn, Oberlichtsaal 1. Stock

Die Ausstellung wird verschoben, soll aber in geplanter Länge stattfinden. Weitere Informationen folgen. Besten Dank für Ihr Verständnis.

Mitte Mai 2021 findet im Grossen Oberlichtsaal eine musikalische Darbietung des bedeutenden Orion-Ensembles statt. Im Programm erklingt das Streichsextett aus der 1942 uraufgeführten Oper Capriccio von Richard Strauss (1864–1949). Während den Grausamkeiten des Nazi-Regimes hat der deutsche Komponist ein Werk geschaffen, das mit dem Rückgriff auf den Wohlklang des Rokoko diametral zur damaligen Realität steht.
Wie haben Kunstschaffende der Schweiz auf die damalige Kriegsbedrohung reagiert? Spiegeln sich in ihren Gemälden Angst und Sorge – oder haben sie sich eine Gegenwelt ausgemalt? In der Sammlung des Kunstmuseums Solothurn befinden sich viele Gemälde aus den Kriegsjahren 1939–45. Viele stammen aus den Stiftungen von Josef Müller, Gertrud Dübi-Müller und Walter Schnyder, die ihre Freunde Ernst Morgenthaler (1887–1962), Max Gubler (1898–1973) oder Maurice Barraud (1889–1954) in Notzeiten unterstützten. Ihre Bildwelten könnten nicht unterschiedlicher sein: Barrauds friedliche Szenen begegnen der spürbaren Melancholie von Morgenthaler und Gubler. Sprechend sind einige Gemälde von 1945, die das Ende des Schreckens kommentieren.

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