Hémisphère

12.04.2022 – 16.10.2022
Kunstmuseum Solothurn, 1. Stock, grosser Oberlichtsaal

Wichtige Schenkungen der beiden Künstlerinnen Ingeborg Lüscher (* 1936) und Silvie Defraoui (* 1935) sind Anlass dieser Sammlungspräsentation, in der Sinn und Sinnlichkeit einander zuspielen. In der titelgebenden Fotografie «Hémisphère» (1993) führt Silvie Defraoui vor, wie das menschliche Auge dazu trainiert ist, eine waagrechte Linie sofort als Horizont und ein Querformat als Landschaft zu lesen. Vor dem Hintergrund unserer Informationsgesellschaft, in der alles nur noch über zwischengeschaltete Medien vermittelt wird, stellt die Künstlerin die Frage nach authentischen Landschafts- und Naturerfahrungen. Ingeborg Lüscher spürt in ihren Werken der Beziehung zwischen Natur und Mensch, Licht und Dunkelheit, Leben und Vergänglichkeit nach. Während sich die Bilder aus den frühen 1980er‑Jahren auf die Ausstrahlung des Menschen konzentrieren, erzählen die späteren Vulkanbilder von den ungezähmten Kräften der Natur.

Mit Werken von Ruth Berger, Miriam Cahn, Silvie Defraoui, Ingeborg Lüscher und Andrea Wolfensberger.

Silvie Defraoui, Hémisphère, 1993, Fotografie, weisser Wachs, 142 x 292 x 5 cm

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Die Sammlung Gerhard Saner

Schweizer Kunst von Ferdinand Hodler bis Max Bill

21.08.2022 – 30.10.2022
Kunstmuseum Solothurn, ganzes Parterre

Vernissage: 20. August 2022, 17h

Mit ihrer einzigartigen Kombination aus Werken der frühen Moderne und der konstruktiv-konkreten Schweizer Kunst der Nachkriegszeit gehört die Sammlung von Gerhard Saner zu den bedeutendsten Privatsammlungen der Schweiz. Bereits in den 1960er‑Jahren erwarb Gerhard Saner (* 1938) die ersten Werke von Ferdinand Hodler und Cuno Amiet, der bis heute zu Saners Lieblingsmalern gehört. Dem jungen Sammler aus dem Seeland mit seiner leidenschaftlichen Begeisterung für Schweizer Kunst boten die Solothurner Kunstmäzene Oscar Miller (1862–1934) und Josef Müller (1887–1977) Inspiration und Orientierung. Ihr heutiges Gesicht verdankt die Sammlung nicht zuletzt den freundschaftlichen Beziehungen, die Gerhard Saner zu Künstlern und Künstlerinnen pflegte, allen voran zu Max Bill (1908–1994). Eine repräsentative Auswahl ist exklusiv im Kunstmuseum Solothurn zu Gast.

Mit Werken von Cuno Amiet, Alice Bailly, Max Bill, Jakob Bill, Serge Brignoni, Gustave Buchet, Max Buri, Adolf Dietrich, Karl Gerstner, Alberto Giacometti, Augusto Giacometti, Giovanni Giacometti, Fritz Glarner, Hans Jörg Glattfelder, Camille Graeser, Max Gubler, Hans Hinterreiter, Ferdinand Hodler, Verena Loewensberg, Richard Paul Lohse, Otto Morach, Albert Müller, Xanti Schawinsky, Hermann Scherer, Paul Talman, Edouard Vallet, Félix Vallotton, Walter Kurt Wiemken und Adolf Wölfli.

Cuno Amiet, Der grosse Garten, 1929, Foto: SIK-ISEA, Zürich (Philipp Hitz)

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Dieter Roth

Quadrat, Zirkel, Spirale

21.08.2022 – 08.01.2023
Kunstmuseum Solothurn, 1. Stock, Nordwestsäle

Vernissage: 20. August 2022, 17h

Die kleine Sammlungsausstellung «Quadrat, Zirkel, Spirale» geht den künstlerischen Anfängen von Dieter Roth (1930–1998) in Solothurn und Bern nach. Sie führt von den kubistischen Zeichnereien, die Roth als junger Grafikerlehrling auf seinen täglichen Pendelfahrten zwischen den Städten anfertigt, zu streng geometrischen Konstruktionen, die der Künstler Anfang der 1950er-Jahre im Bann der konstruktiv-konkreten Kunst produziert. Die frühen konstruktivistischen Experimente von Dieter Roth überraschen und legen zugleich die Grundlage für sein späteres Schaffen; sie entziehen sich der Linearität, um vielmehr der Dynamik der Spirale zu folgen.

Dieter Roth, Puzzle, Serie von 13 Siebdrucken, 1958/1997, auf eingefärbtem Graukarton, gestanzt, 41.5 x 58.5 cm, Ankauf 1998

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